Sherlock lives

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Sherlock ist zurück, eine der wohl großartigsten Serien aller Zeiten. In der ersten Folge der dritten Staffel zünden Benedict Cumberbatch und Martin Freeman ein Gag-Feuerwerk nach dem anderen, auf der Strecke bleibt dabei ein wenig die Story, der Inhalt. Doch das lässt sich leicht verschmerzen.

Schon vor dem Intro beweist Autor Mark Gatiss seine Genialität, die vermeintliche Auflösung um Sherlocks Tod wird gezeigt, erst hinterher wird klar, dass es sich nur um eine der vielen Fan-Spekulationen aus dem Netz handelt. Dieser Running Gag durchzieht neben Watsons Schnurbart die gesamte Episode.

Die Folge fühlt sich anders an, als die bisherigen, es wird mehr Wert auf Humor gelegt, als auf den Inhalt, das Lösen des Falls, hier ein geplanter terroristischer Anschlag auf London am 05. November (Remember, remember the Fifth of November). Das Entschärfen der Bombe zum Schluss gerät dabei ein wenig zur Farce und erinnert an Die nackte Kanone 2 1/2.

Das trübt den Gesamteindruck aber überhaupt nicht. Allein die Szene im Restaurant, in der Watson seiner Freundin einen Heiratsantrag machen möchte und Sherlock erscheint nach zwei Jahren wieder auf der Bildfläche, ist großartig. Sherlock lives – und das ist wunderbar. Wenn man eine Serie wie Sherlock, oder auch Doctor Who, schaut, merkt man erst wieder, wie unterentwickelt das deutsche Fernsehen ist. Die Autoren Gatiss und Moffat sind großartig und haben mit Cumberbatch und Freeman kongeniale Partner gefunden. Sensationell.

Autor: Christian Sickendieck

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